Ein Blog VORABVERSION
Februar 17, 2008 von sekimuniblog
Ok, ich gebe zu die Überschrift ist nicht der Burner, aber es ist eine Überschrift. Markus, unser Dozent, will wohl abfragen was bei uns hängen geblieben ist und hat uns deshalb die Aufgabe erteilt einen kleinen Artikel über das Blog an und für sich zu verfassen. Bin mal sehr gespannt was die anderen so fabrizieren werden.
Ein Blog, was ist das? Ethymologisch leitet es sich wohl von Web-Log her, also einem Logbuch das im World Wide Web geführt wird. Dies ist zumindets die am häufigsten zu findende Erklärungsvariante. Mir als Historiker und jemandem der Star Trek nicht abgeneigt ist, ist der Ausdruck Logbuch aus Seminaren zur Seefahrt, bspw. zu Kolumbus, bzw. aus den Fersehserien bekannt. Im Sinne eine Tagebuches, eines persönlichen Journals dürfte es wohl am Häufigsten gebraucht werden, es sind allerdings noch weitere unzählige Möglichkeiten denkbar.
Hier ein kurzer und unterhaltsamer Film zum Thema:
Wie wir gerade gesehen haben ist ein Blog zu vielen verschiedenen Dingen zu gebrauchen. Man kann es als Watch-Blog führen, welches andere Medien oder Firmen überwacht und auf deren Fehlverhalten oder deren fehlerhafte Information hinweist. Als Projekt-Blog ist es ebenfalls sehr häufig zu finden. Kaum ein Unternehmen der Softwarebranche das im Rahmen des Entstehungsprozesses eines erfolgreichen Computerspiele-Nachfolgers auf ein projektbegleitendes Entwicklerblog verzichten würde. Damit erhöht man schließlich die Kundenbindung. Linkblogs sind mit am bekanntesten. Diese Art von kommentiertem Linkverzeichnis erleichtert einem ggf. die Suche oder doch zumindest die Orientierung enorm. Wahlblogs, Unternehmens- und News-Blogs haben in Deutschland dagegen noch nicht richtig Fuß gefasst, anders als in den USA. Dort war es auch nötig eine Gegenöffentlichkeit herzustellen, da in Folge der Ereignisse des 11.09.2001 eine freiwillige “Gleichschaltung” der Medien erfolgte und eine Kontrolle der Regierung über die “4.Gewalt” nicht mehr statt fand. Da wir uns in KontinentalEUropa noch einer funktionierenden Presse erfreuen dürfen, wird dies , zumindest bezogen auf die News-Blogs, auch auf längere Sicht so bleiben.
Ein Blog kann auf einem eigenen oder fremden Server gehostet werden, es kann aus der eigenen Fähigkeit zum Programmieren erwachsen oder mittels eines Content-Management-Systems zusammengestellt werden. Beim verorten auf dem eigenen Server gilt, ebenso wie beim eigenen Programmieren, dass hier ein deutlich höherer Grad an Autonomie erhalten wird, wohingegen bei der (zugegebenermaßen relativ schnellen und einfachen) Inanspruchnahme eines Anbieters diese Unabhängigkeit auf verschiedenste Weise beschränkt wird. Angefangen vom Layout, über die Angaben die man dem Host gegenüber machen muß um sich registrieren zu können, bis schließlich zu der interessanten Frage, ob, wenn man das eigene Profil gelöscht hat, die Daten dann auch wirklich gelöscht sind, als das Recht auf informelle Selbstbestimmung wirklich gewahrt bleibt.
Zur Entwicklung der verschiedenen Blog-Arten hier eine kleine Graphik:
Wie wir gesehen haben sind Blogs also ein weites Feld, das verschiedensten Vorstellungen genügt (form follows function) und von verschiedensten Personenkreisen genutzt werden kann.